Geschichte der Jahn-Kapelle

In Klein Vielen, einem beschaulichen Ort am Rande des Müritz-Nationalparks, befindet sich auf einem Hügel im ehemaligen Gutspark ein besonders schönes, elegantes Gebäude mit einer bemerkenswerten Geschichte: Seit 1815 war das Gut in Familienbesitz der Jahns. Gekauft hatte es Rudolph Jahn (1758–1829), ein Prokurator, der aus der Prignitz stammte. Rudolph Jahns ältester Sohn, Eduard Rudolf, der am 6.3.1816 in Klein Vielen das Licht der Welt erblickt hatte, übernahm 1935 die Leitung des Gutes.

Er heiratete 1838 Johanna Theodora Friederike Kortüm, geb. am 5.11.1817 in Waren/ Müritz. Zum Teil im Jahres-Turnus gebar Johanna acht Kinder, einen Sohn und sieben Töchter. Ihr achtes Kind, eine Totgeburt, brachte ihr am 18.7.1850 in Klein Vielen den Tod im Kindbett. Johanna wurde nur 33 Jahre alt. Eduard ließ seine Frau und das tot geborene Kind ganz in der Nähe des Gutshauses, auf dem Klingenberg, beisetzen. Dort war 1829 auch schon sein Vater Rudolph bestattet worden. 1851 ließ Eduard Jahn dort eine Kapelle erbauen – wohl zu Ehren seiner früh verstorbenen Frau, aber auch, um dem Begräbnisplatz Würde und Ausstrahlung zu verleihen.